«Doppelpunkt» - Das Schweizer Magazin für Weltoffene

Die Sehnsucht nach Handfestem

Atemlos erleben wir, wie die Digitalisierung unseren Alltag verändert. Alles scheint dank Computern ständig besser zu werden. Trotzdem deutet sich eine Gegenbewegung an. Viele Menschen entwickeln eine Vorliebe für altmodische analoge Produkte wie Vinylplatten. Dahinter steckt mehr als nur Nostalgie.

Schon bei der Einführung der CD im Jahr 1982 war das baldige Ende der Vinylplatte verkündet worden. Ab den 1990er­Jahren schienen nur noch unverbesserliche Vinyl­Nostalgiker und DJs Schallplatten zu kaufen. Dochwas sieht man nun im Zeitalter des Streamings, des Herunterladens von Musik aus dem Internet, das wiederum der CD den Todesstoss versetzen soll? Das Zürcher Hauptgeschäft des Traditionshauses Musik Hug präsentiert eine «Grosse Vinyl­Welt», wozu sie das Sortiment und die Verkaufsfläche für Schallplatten verdoppelt hat; im Schaufenster werden sogar Plattenspieler angepriesen.

Unerwartete Rückkehr

Musik Hug ist kein Einzelfall. Weltweit erlebt die gute alte Schallplatte eine erstaunliche Renaissance. In den wenigen noch existierenden Plattenläden sorgen junge Leute für steigende Verkäufe, selbst grosse Ketten wie Media Markt pflegen wieder ein Vinyl­Sortiment. Das Comeback der Schallplatte zeigt sich auch in den Zahlen der IFPI Schweiz, dem Branchenverband der Musiklabels. 2016 verkauften diese acht Mal mehr Vinyl als 2012, der damit gemachte Umsatz war so hoch wie zuletzt 1991. Gemäss IFPI Geschäftsführer Lorenz Haas dürften die Verkäufe sogar um 20 bis 25 Prozent höher liegen, da bei Vinyl der Anteil der Direktimporte gross sei ...

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