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Schlechte Tage gehören zum Leben. Dennoch verursacht ein Tief oft Ratlosigkeit. Für Massnahmen, um sich besser zu fühlen, fehlen dann konkrete Ideen. Hier einige Tipps, die helfen.

Im Schnitt hat jeder Mensch im Jahr etwa 100 herausfordernde Tage. Man steht am Morgen auf und hat keine gute Laune. Es läuft bei der Arbeit nicht so, wie man es sich vorstellt, oder Hoffnungen zerplatzen. Das Wissen, dass jeder dritte oder vierte Tag nicht dem idealen Tag entspricht, erleichtert bereits den Umgang mit dieser Herausforderung. Denn viele Menschen erlauben ihrem Leben nicht, schlechte Tage zu haben. Es ist die Erwartungshaltung, jeder Tag müsse ein Erfolg sein und die Woche eine Kette von Triumphen. Wer sich hingegen erlaubt, dass jeder dritte oder vierte Tag eben nicht rundläuft, tut für sich und seinen Körper viel Gutes. Das klingt nicht aufregend und genial, ist aber ganz entscheidend dafür, wie man sich in seinem Körper an einem dieser 100 Tage fühlt. Zu akzeptieren – hinzunehmen –, ist bei Problemen das Schmiermittel, das übertriebene Gefühle wie Existenznot wegrutschen lässt. Zugegeben: Das ist in einem akuten Zustand der Not nicht so einfach. Wenn man in ein tiefes Loch gefallen ist, ist es schwierig, zu wissen, was man tun soll. Es geht deshalb darum, in solch schweren Momenten eine Leiter haben, auf der man hochsteigen kann, bis man wieder überblickt, dass es sich nur um einen dieser 100 Tage handelt. Eine einfache Atem- und Meditationsübung hilft im übertragenen Sinne dabei, die Eselsleiter hochzusteigen.
Um sich wieder mit dem Hier und Jetzt zu verbinden, hilft die 5-4-3-2-1-Übung. Ausgangslage sind ein paar langsame, tiefe Atemzüge. Dann gilt es, fünf Dinge zu bemerken, die man sieht, vier Dinge zu hören, die man hören kann, drei Dinge zu fühlen, die man in sich feststellt, zwei Dinge zu riechen und eine Sache zu schmecken, die auf der Zunge liegt. Wer sich auf seine Sinne konzentriert, erdet sich im gegenwärtigen Moment und verbindet sich wieder mit dem Hier und Jetzt. Das führt gleich zu einer Besserung, auch wenn man das hier lesend kaum glauben mag. Hilfreich ist auch, seine Ängste, Nöte, Befürchtungen in ein Notizbuch zu schreiben und es dann wegzulegen. Kehrt man später zu seinen schlechten Gefühlen im Notizbuch zurück, erweist sich schon einiges als überholt. Das ist das Wohltuende beim Blick in den Rückspiegel. Und: Schlechte Tage schaffen oft Klarheit, weil sie Bewegung auslösen.

Anton Ladner