«Doppelpunkt» - Das Schweizer Magazin für Weltoffene

Bindung zum Kind inklusive

20 statt nur einen Tag Vaterschaftsurlaub wie heute: Das will eine Volksinitiative, die in Rekordzeit zustande gekommen ist. Schon jetzt nehmen aber viele Väter nach der Geburt ihres Kindes Ferien aus dem Urlaubskontingent. Das ist entscheidend für eine lebensprägende Beziehung zum Kind. Denn die vaterlose Generation von früher verursacht bis heute spürbare Folgeschäden.

«Wir haben Hunger, Hunger, Hunger, haben Hunger, Hunger, Hunger, haben Hunger, Hunger, Hunger, haben Durst. Wo bleibt das Essen, Essen, Essen …» Volker Homeier, 49, singt das Liedchen nicht nur, wenn er das Baby auf die nächste Mahlzeit einstimmen will, sondern gelegentlich auch um zwei Uhr früh. «Das Kinderlied ist eines der Rituale, die ich bewusst mit Minna pflege», erzählt der Vater einer zwei Monate alten Tochter. Und der Trick funktioniert. Zwar dient er noch nicht dazu, das Kind an den Küchentisch zu locken, sondern dazu, es zu beruhigen: «Letzte Nacht zum Beispiel hat Minna heftig geschrien. Als ich sie in den Arm nahm und ihr den Spruch wiederholt ins Ohr flüsterte, hat sie sich beruhigt und ist wieder eingeschlafen; ihre Mutter konnte liegen bleiben.» Homeier ist überzeugt, dass dieses Vertrauen, das Minna zu ihrem Vater hat, in den ersten drei Wochen nach der Geburt aufgebaut wurde: «Ich war praktisch rund um die Uhr präsent und konnte so eine Bindung schaffen, die wohl hoffentlich noch lange halten wird.»

«Nicht jeder Chef hat Verständnis»

Ein Tag Vaterschaftsurlaub ist in den meisten Gesamtarbeitsverträgen vorgeschrieben. Homeiers Arbeitgeber offeriert fünf bezahlte Tage. Die zwei Wochen danach stammten aus dem Ferienkontingent des Architekten. Für ihn war klar, dass er nach der Geburt drei Wochen mit Kind und Mutter zusammen sein wollte ...

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