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Scheitern hat viele Namen, aber nur einen, dem alle Herzen zufliegen: Donald Duck

Scheitern gehört zum Weltnaturerbe, wobei es in unserer Marketingepoche vor allem als Chance verkauft wird. Als unsere Autoren Endy Entwich und Gaby Gaukeley planten, das gewöhnliche Scheitern beziehungsweise das Scheitern mit Mehrwert an einem exemplarisch Scheiternden zu beschreiben, konnten sie nicht ahnen, dass sie ein und dieselbe Persönlichkeit zum Kronzeugen aufrufen würden.

Donald Duck. Tausend Mal mobilisiert er alle Kräfte für Ruhm und Erfolg, 999 Mal fällt er auf den Schnabel – und rappelt sich wieder auf. Als er 1934 aus kollektivem Brüten in den Disneystudios erstand, sollte er nur eine freche Assistenzfigur zur immer braver gewordenen Micky Maus abgeben. Doch kaum hatte er seine eigenen Bildergeschichten, begann er ihr den Rang ab zulaufen: Die Maus blieb Maus, mit ein paar Eigenschaften behängt, die sie als idealen Schwiegersohn qualifizierten. Unter dem Matrosenjäckchen des kleinen Enterichs aber klopfte ein wildes Menschenherz, ein rosiges Herz mit kleinen schwarzen Flecken, töricht, harmlos und wehrlos bis in die letzte Kammer und durchpulst von Liebesbedürfnis und Wärme.

Eine amerikanische Familie
Donald, dessen Geburtstag nach einer Auskunft von Carl Barks, dem berühmtesten seiner Zeichner, auf einen Freitag, den 13. fällt, ist das Erdbebenzentrum einer Familie aus wesentlich alltagstauglicheren Charakteren. Seine Neffen und Adoptivkinder Tick, Trick und Track, ihm zumindest als Trio an Diffizilität des Charakters noch am nächsten, sind edel, hilfreich, gut und frech, dazu wissbegierig und erfindungsreich. Daisy, Donalds ewige Verlobte, surft selbstgewiss auf der Weibchenund Zickenspur. Sein Vetter Gustav ist Antipode in mehr als einem Sinn: ewiger Rivale im Balzkampf um Daisy, dazu ein glatter Bonvivant und ewiger Glückspilz. Als profilierteste Gestalt neben Donald jedoch, seit 1947 im Zentrum der Familiendynamik, erscheint sein Erbonkel. Onkel Dagobert, im Original heisst er Scrooge nach dem alten Geizhals ...

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Wer darf nach Europa? Wer ist schutzbedürftig, wer nicht?

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Pfarrer Paul Vogt hat sich während der Nazizeit für jüdische Flüchtlinge eingesetzt.

Gesellschaft
Ohne Traumaheilung baut eine Gesellschaft auf Sand

Kultur
Ab in den Himmel am Internationalen Ballonfestival in der Waadt

Ausland
«Black Power» einer neuen Generation in Südafrika

Politik
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Wie viel? Die Grenzen des Einfühlungsvermögens

Sowie
Entdeckerlust: Unterwegs mit dem Nachtwächter
Anthropologie: Waren unsere Vorfahren Polygamisten?
Buchtipp: «Licht aus dem Osten» von Peter Frankopan

 


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