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Rettet Deutschland Europa?

Deutschland wählt im September – und ringt um seine Stellung in Europa und in der Weltordnung. Eine Bestandesaufnahme.

Nach seiner Wahl zum Bundespräsidenten Anfang Jahr sagte SPD-Politiker Frank-Walter Steinmeier, Deutschland sei in diesen stürmischen Zeiten zum Symbol der Hoffnung für viele geworden. Dies sei eine wunderbare Entwicklung für sein schwieriges Heimatland. Wenn die demokratischen Grundwerte überall auf der Welt in Gefahr seien, müsse Deutschland diese umso mehr verteidigen. Nicht nur Steinmeier ist der Meinung, Deutschland müsse angesichts all der globalen Turbulenzen die Führung Europas übernehmen. Experten für Sicherheitspolitik und transatlantische Beziehungen haben die Frage ebenfalls aufgeworfen: Will und kann Deutschland diese Rolle übernehmen?

Kanzler ohne Abi?

Deutschland hat keine einfachen Monate vor sich. Im September werden die nationalen Wahlen stattfinden, bei denen die Bundeskanzlerin Angela Merkel zum vierten Mal als Kandidatin antreten wird. Sie hat das Amt bereits zwölf Jahre innegehabt. Die heissen Themen sind noch von früheren Wahlen vertraut: Wirtschaft, Sicherheit, Migration und der Arbeitsmarkt. In all diesen Punkten haben die beiden führenden Parteien CDU und SPD ähnliche Haltungen, ebenso in der Aussenpolitik. Es wäre also möglich, dass es wieder zu einer grossen Koalition aus CDU und SPD kommt. Obwohl die CDU mit einem Wähleranteil von 38 Prozent weiterhin die meistgewählte Partei Deutschlands bleibt, hat sie verglichen mit den Zahlen von vor vier Jahren (41,5 Prozent) viele Wähler verloren. Gleich hinter der CDU liegt die SPD mit einem Wähleranteil von 26,9 Prozent. Deren Kanzlerkandidat Martin Schulz blickt auf eine für Deutschland eher unübliche politische Karriere, hat er sich doch zunächst im Boulevardmagazin «Bunte»: «Ich habe nichts zu verheimlichen. Die Kämpfe, die ich in meinem Leben auszutragen hatte, habe ich ausgetragen – und zwar erfolgreich.» Wenn Martin Schulz, der als 19-Jähriger eine Ausbildung zum Buchhändler begann und lange eine Buchhandlung führte, im Herbst zum Kanzler gewählt würde, wäre er der erste Kanzler Deutschlands ohne Abitur – dafür spricht er fünf Fremdsprachen fliessend ...

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Seit 200 Jahren im Schuss – das Velo

Sowie:
Beratung: Echte Menschen, echter Glaube
Entdeckerlust: «Hohe» Braukunst und anderes in Monstein
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