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SporNo! Mehr Sport, weniger Sex

Es begann mit wehendem Männerhaar und endete mit Volleyballerinnen im Bikini und Fussballerinnen im «Playboy». Von Sporno, der Liaison von Sport und Porno, werden heute zwar hauptsächlich Frauen heimgesucht, aber auch Männer sind betroffen. Nach einigen Beispielen aus der Sportwelt erklären zwei Wissenschaftler, die ein Buch zum Thema geschrieben haben, im Interview das Phänomen «Sporno».

«Der wehende Haarschopf eines Günter Netzer, die dunkle Pracht eines Gerd Müller, das spriessende Mannessymbol auf Franz Beckenbauers Oberlippe ...». Für den Kolumnisten der Wochenzeitung «Die Zeit» waren es alarmierende Auswüchse, die ihm da Anfang der 1970er­Jahre von den Fussballfeldern der Nation entgegenwehten: «In der auswuchernden Kopfbehaarung unserer Fussballheroen ist ohne jeden Zweifel auch das Symptom für den Ausbruch aus Zucht und Enthaltsamkeit zu sehen (…). Die Sexualisierung des Sports nimmt zu.» Wenngleich aus heutiger Sicht auf beinahe unschuldigen Indizien beruhend, war das apodiktische Urteil des Journalisten im Jahr 1971 nachgerade prophetisch, wie beim Blick auf die weitere Entwicklung deutlich wird. Beobachter attestieren den Erscheinungen auf und neben den Sportfeldern – beileibe nicht nur im Fussball, und beileibe nicht vor allem bei den «jungen Männern im Kampfesgetümmel», die noch im Visier des Zeitjournalisten standen – über die letzten 40 Jahre hinweg eine stetige Zunahme in Sachen erotischer Inszenierung, bis hin zur Annäherung an pornografische Bildsprache. Befeuert durch die Dynamik der Allianz von Sport, Medien und (Werbe­)Wirtschaft, liegt die Aufmerksamkeit heute oft mehr auf Styling und sexy Ausstrahlung als auf dem schieren Sport, besonders bei den weiblichen Athletinnen. Ein paar Beispiele ...

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