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Wem gehört der Irak?

Wie ist es, wenn man 15 Jahre nach der Flucht aus dem Irak Verwandte in der alten Heimat besucht? Usama Al Shahmani reiste diesen Sommer nach Bagdad, wo er 1971 geboren wurde. Im Irak hatte er drei Bücher über arabische Kultur publiziert, bevor er ein Jahr vor dem Sturz Saddam Husseins als Regimegegner das Land verlassen musste. Er kam 2002 als Schriftsteller, Dolmetscher und Kulturschaffender in die Schweiz, übersetzte Thomas Hürlimanns «Fräulein Stark» ins Arabische und verfasste als Co-Autor 2016 das Buch «Die Fremde – ein seltsamer Lehrmeister». Sein Bericht über den Besuch im Irak ist ein Text über die Hoffnung als letzte Waffe im Überlebenskampf.

Es war so hell und die Sicht so klar, dass ich aus dem Flugzeugfenster bereits den Tigris erkennen konnte. Ich flog über die Türkei, und kurz vor der Grenze macht der Fluss sich schmal, so, als hätte auch er Angst vor dem Irak. Unterwegs vom Flughafen von Bagdad zum Haus meines Bruders begegneten mir Soldaten mit dem exakt selben Blick, wie ihn mein Vater damals auf dem Gesicht trug, als er von der Front zurückgekehrt war ...

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