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Millionen Euro und schiere Verzweiflung auf dem Rücken

Gebückte Rücken, riesige Bündel darauf – Tausende Frauen transportieren Tag für Tag tonnenweise Waren von der spanischen Exklave über die Grenze nach Marokko. Nicht selten kommt es dabei am Zaun zu Massenpaniken. Die Trägerinnen riskieren täglich ihre Gesundheit, ja ihr Leben.

Von den Hügeln herab kann man den Drahtverhau sehen, der Europa von Afrika trennt. Rund um Ceuta, die spanische Enklave auf marokkanischem Territorium, bildet er einen Einschnitt in der Landschaft, bis er sich wie eine Schlange zwischen den grünen Hügeln verliert. Es ist erst fünf Uhr morgens, als die 22­jährige Soad und ihre 20­jährige Schwester Umeima aus einem Taxi steigen, das von dem nur wenige Kilometer entfernten marokkanischen Dorf Fnideq kommt. Sie warten in der Dunkelheit auf die Grenzöffnung. Sie wollen nach Ceuta, um sich dort schwere Bündel auf ihre Rücken zu laden – und sie sind nicht allein. Denn obwohl erst um sieben Uhr morgens die Riegel des Zauns geöffnet werden, ertragen bereits Hunderte Frauen wie sie die kalte Brise. Als das Licht der Morgendämmerung die Schatten aufzulösen beginnt, scheint sich die Zeit zu beschleunigen. Dann offenbaren Hunderte Dschellabas (typische marokkanische Gewänder) ihre Farben und heben sich vom immerwährenden Orange der Stadtbeleuchtung ab. Das Tor wird sich bald öffnen ...

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