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Die äusseren Beschränkungen der aktuellen Lage führen leicht zu einem schrankenlosen Umgang mit digitalen Medien. Eine gute körperliche Selbstfürsorge bedingt jedoch Grenzen.

Die sozialen Kontakte sind eingeschränkt und deshalb tut es besonders gut, Gespräche am Telefon zu führen. Dennoch: Ein Smartphone hat am Abend nichts im Schlafzimmer zu suchen. WhatsApp-Sessions im Bett haben in den späten Stunden negative Begleiterscheinungen. Das blaue Bildschirmlicht macht wach, die Impulse von aussen lassen den Geist nicht zur Ruhe kommen und die Bedienung des Smartphones im Bett führt leicht zu Körperverspannungen. Wer das Gerät eine Stunde vor dem Schlafengehen abschaltet, schläft besser ein. Ja, in der gegenwärtigen Situation ist die sogenannte FOMO («Fear of missing out») – die Angst, etwas zu verpassen − besonders gross. Doch der ständige Griff nach dem mobilen Telefon am Abend fördert nur eine innere Unruhe. Das richtige Mass für für die Bildschirmzeit ist jetzt besonders wichtig. Denn die Gefahr ist gross, an Netflix-Serien hängen zu bleiben, sich im Netz nach neuen Corona-Informationen auf den Webseiten von Spiegel Online bis Washington Post zu verlieren. Das sorgt nicht für ein gutes Körpergefühl am Abend. Im Gegenteil: Der Körper ist verspannt und der Geist irgendwie leer. Es ist heute zudem nachgewiesen, dass zu viel Zeit am Bildschirm zu Reizbarkeit, Hyperaktivität und ziellosem Aktivismus führt. Unterhaltungselektronik allgemein sorgt schnell für einen Dopaminschub, also für kurzfristige Glücksgefühle. Offline sind dazu mehr Kreativität und konkrete Handlung gefordert. Abendrituale können da helfen, der digitalen Falle zu entkommen. Zum Beispiel ein Entspannungsbad mit Träumen. Die französische Schriftstellerin Françoise Sagan träumte von einer Badewanne mit Thermostat, um stundenlang in konstant warmem Wasser liegen zu können, weil sich, so ihre Überzeugung, nirgends besser denken und träumen lasse als in der Badewanne. Oder Dehnübungen, bevor man ins Bett steigt. Berühren die Fingerspitzen bei durchgestreckten Knien noch den Boden? Wenn ja, wie lange? Solche Übungen bringen Ruhe in den Körper und entspannen die Muskeln, wenn man 15 Minuten dafür aufwendet. Und dann, wenn man unter der Decke liegt (fern vom Handy), etwas Lektüre.

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