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Was ist das ganz Besondere an der Schweiz?

Immer wieder höre ich von ausländischen Freunden: «Es ist ein Wunder, wie die Schweiz ihren Wohlstand bei all den Krisen in Europa erhält.» Verglichen mit dem Rest der Welt ist die Schweiz eine Insel der Glückseligkeit. Warum ist das so? Für mich hängt es vor allem damit zusammen: Die Schweizerinnen und Schweizer wollen, dass es allen wirklich gut geht. Das ist ein ganz tiefes Anliegen der Menschen und es beeindruckt mich sehr. Ausserhalb der Schweiz habe ich es in dieser Konsequenz noch nirgends erlebt. Vielleicht ist es für Sie völlig normal, und Sie fragen sich jetzt, was ich damit meine.

Dieses Für-Einander-Sein zeigt sich beispielsweise in dem ernsthaften Bedürfnis, Kundenwünsche wirklich befriedigend zu erfüllen. Oder in dem höflichen Ton an der Kasse, wenn ein Verkäufer «Das macht gerne 19 Franken 80» sagt. Ich freue mich jedes Mal, nach einer Reise den Spruch zu hören: «Herzlich willkommen am Flughafen Zürich. Bitte halten Sie sich fest. Der Bus fährt ab.» Der Satz kommt nur vom Tonband, aber in einem Bus willkommen geheissen zu werden und zu spüren, dass jemand überlegt hat, wie die Gäste sanft zum Ausgang gelangen, ist einzigartig. Was für eine Wohltat! Sie kostet nichts und macht so viel Freude.

Die Schweizer Gastlichkeit ist weltberühmt. Und doch bin ich jedes Mal erstaunt, welche köstlichen Speisen einem auch noch in unwegsamen Bergregionen serviert werden. Andernorts dagegen muss man selbst im Flachland diskutieren, warum man einen gebrühten Cappuccino statt eines Instantgetränks geniessen möchte. Ja, die Schweiz hat hohe Preise, aber gemessen an ihren Leistungen ist sie absolut preiswert.

Ein Schlüsselerlebnis hatte ich zu Beginn meiner Zeit in der Schweiz bei einer Steuerfrage. Mein Schweizer Partner sagte: «Ruf doch einfach an und frage nach.» Ich bin erschrocken und entgegnete: «Dann denken die doch, dass ich etwas tricksen will.» Wie Sie sehen, bin ich da vom preussischen Beamtentum in Deutschland geprägt, das Bürger eher als Bittstellersieht, denen es zu misstrauen gilt. Ich nahm meinen Mut zusammen, rief an und war sprachlos, wie freundlich mir geholfen wurde.

Nun höre ich einige von Ihnen sagen: «Aber auch bei uns wird der Ton rauer, es gibt Sorgen und Armut.» Ja, das ist so. Aber die Schere zwischen Arm und Reich ist in der Schweiz kleiner als in den meisten Ländern. Das Für-Einander-Sorge-Tragen ist ein Grund dafür. Bitte machen Sie sich diesen hohen Wert immer wieder bewusst. Es ist so wichtig, dass wir ihn gemeinsam erhalten. Danke, dass ich ein Teil davon sein darf.

Christina E. Zech, Weltsalongründerin und Präsidentin der Connect Worlds Association.