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Er gab ihm die Hand, bedankte sich, und als er ihm alles Gute wünschte, legte er seine linke Hand an den rechten Oberarm seines Gegenübers. Damit brachte er sein Wohlwollen zum Ausdruck, aber auch, dass er sich mit ihm verbunden fühlte. Das sind kleine Gesten mit grosser Wirkung. Unter Männern sind solche Sympathiebekundungen unproblematisch. Sie drücken etwas Kumpelhaftes aus. Teamgeist, Verbrüderung. Das sorgt für gute Stimmung. Gleiches gilt für Frauen, die vor körperlicher Nähe untereinander keine Furcht haben. Deshalb gehen sie auch gerne gemeinsam im Restaurant, Theater oder Kino aufs WC.

Mehrere Studien haben ergeben, dass flüchtige Berührungen ähnlich starke Emotionen und Signale transportieren wie ein Gesichtsausdruck. Berührungen sind eine unmittelbare und direkte Art der Verständigung, mit der die Menschen sehr vertraut sind. Denn die Berührung ist die «erste Sprache», die ein Neugeborenes lernt. Eine Studie an der DePauw University in Greencastle, US-Bundesstaat Indiana, hat zudem ergeben, dass Berührungen ein differenziertes Kommunikationsmittel sind. Lange wurde nämlich angenommen, dass Berührung lediglich das mündlich Kommunizierte verstärke. Krankenhauspatienten empfinden zum Beispiel eine Arztvisite mit Berührung als doppelt so lang wie eine Visite ohne Körperkontakt. Und Probanden erreichen nach einer aufmunternden Berührung bessere Testergebnisse. Wohlwollende Berührungen führen laut Untersuchungen zur Ausschüttung des Hormons Oxytocin, das Stresshormone abbaut und Gefühle des Vertrauens und der Ruhe weckt. Das Gehirn wertet wohlwollende Berührungen als Verbundenheit und generiert eine Erleichterung von Sorgen und Problemen.

Unverfängliche Berührungen in sozialen Kontakten, die nicht missverstanden werden können, tun gut. Bei guten Absichten weiss man nämlich genau, wo die Grenzen für Körperkontakte liegen. Vor allem ältere Menschen schätzen solche Gesten der Zuneigung. Ihnen die Hand auf den Rücken zu legen, über ihre Hände zu streichen, das sind kleine Geschenke. Und das Leuchten in ihren Augen auch.