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Wie viel Ruhe man braucht, hängt auch vom Alter ab. Und es gilt dabei, auf die spezifischen Rhythmen und Zyklen des Körpers zu hören.

von Anton Ladner

Ruhe ist nicht nur die Menge an Schlaf, die man nachts bekommt. Ruhe ist viel mehr. Sie beinhaltet auch die Stopps im Laufe des Tages in Form von kürzeren oder längeren Pausen. Aber da steht sich der Mensch oft selber im Wege. Er meint, seine Umgebung erwarte, dass er noch das und dies erledige. Oder er setzt sich selber unter Druck und fordert von sich Leistungen ein. Da kommt leicht Stress auf, was an sich nicht schlecht sein muss. Energien im Körper werden abgerufen, um sich auf die Aufgabe zu fokussieren, um die erwartete Leistung zu erbringen. Jeder kennt das: Wenn man etwas tut, das einem Freude bereitet, kann man lange intensiv konzentriert daran bleiben. Auch wenn man das Bedürfnis verspürt, eine Pause einzulegen, will man es doch noch zu Ende bringen. Danach spürt man aber, dass der Grosseinsatz viel Kraft gekostet hat. Dieser Kraftaufwand ist entsprechend grösser, wenn mühsame Arbeiten, gegen die man innere Widerstände verspürt, erledigt werden müssen. Kurze und längere Pausen bewahren davor, das Energiereservoir zu leeren. Neigt es sich dem Ende zu, droht ein Burn-out, wenn Anspruch und Leistung zunehmend auseinanderklaffen. Es gilt deshalb, immer wieder während des Tages den Fokus vom Tun auf das Sein zu verlagern, um eine Balance zu halten. Jedes Tun profitiert von einem Quantum Sein, das wie eine Aufladestation wirkt. Es gibt eine Theorie, wonach man sich nur 52 Minuten konzentrieren könne und dann eine Pause benötige. Sich bequem hinsetzen und etwas Musik hören, 20 Minuten wegdösen, spazieren gehen, in Büchern stöbern, sich um die Pflanzen auf dem Balkon kümmern sind Aktivitäten mit einem grossen Sein-Faktor und entsprechendem Ruhepotenzial. Man muss sich nur die Erlaubnis dazu erteilen, denn Pausen haben immer noch einen schlechten Ruf. Sich keine Pause zu gönnen wurde früher mit fleissig und arbeitsam gleichgesetzt. Das ist natürlich Unsinn. Das «weiss» auch der Körper, der bei fehlenden Pausen zu reagieren beginnt. Man wird gereizt, müde, fühlt sich ausgelaugt, antriebslos und macht Fehler. Auf den Körper zu hören lohnt sich. Nur wer sich immer wieder etwas Ruhe gönnt, betreibt eine körperliche Selbstfürsorge, die Körper und Geist beflügelt.

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