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Frauen verändern die Welt

Die Evangelischen Frauen Schweiz (EFS) nehmen aus Frauenperspektive Einfluss in Kirche und Politik. Sie ermutigen und unterstützen Frauen, sich in Kirche, Gesellschaft und Politik einzubringen.

Die EFS sind ein Netzwerk von reformierten und ökumenischen Frauenverbänden in der Schweiz und einer der fünf grossen Frauendachverbände. Sie setzen sich ein für Frieden und Gerechtigkeit in der Gesellschaft, indem sie Probleme der Gegenwart aufnehmen und als evangelische Frauen Stellung nehmen. All dies leisten sie mit viel Kompetenz und Professionalität, auch dank den namhaften Beiträgen aus den reformierten Landeskirchen.

Das Spektrum des gesellschaftspolitischen Engagements der EFS ist breit:

• Die Gleichstellung von Frau und Mann, spezifisch die Lohndiskriminierung, steht zuoberst auf unserer Agenda. Es ist wirklich kaum zu glauben, dass gleicher Lohn für gleiche Arbeit für Frauen und Männer immer noch nicht selbstverständlich ist – obwohl der Lohngleichheitsanspruch seit 38 Jahren in der Bundesverfassung steht.

• Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen Schusswaffen in Privatbesitz und häuslicher Gewalt. Sehr häufig werden Schusswaffen zur Androhung von Gewalt und als Druckmittel gegenüber den Familienmitgliedern benutzt. Der leichte Zugang zu Schusswaffen verschärft für die Betroffenen die Bedrohungssituation erheblich. Daher setzen wir uns auch für strengere Waffengesetze ein.

• Care-Arbeit in der Familie wird vorwiegend von Frauen geleistet. Sie reduzieren ihre Lohnarbeit und kümmern sich um die Kinder, um die betagten Eltern oder um hilfsbedürftige Angehörige. Das verschlechtert unmittelbar ihre Altersvorsorge. Wie kann der zunehmende Bedarf an Care-Arbeit, bedingt durch die demografischen Veränderungen, auf mehr Schultern verteilt werden? Wie können die Rollenbilder und die wirtschaftlichen Voraussetzungen so verändert werden, dass es auch für Männer attraktiv wird, sich um kranke oder betagte Menschen zu kümmern? Dies ist ein Thema, das in die Rentenreform einfliessen muss. Eine Rentenreform, die nicht auf dem Buckel der Frauen ausgetragen werden darf.

• In der Schweiz leben wir in grossem Wohlstand. Alle Menschen sollten genug zum Leben haben, niemand sollte ausgebeutet werden. Das garantiert unsere Verfassung, und die Gesetze dafür werden grösstenteils eingehalten. Aber wie steht es in den Ländern, in denen die Gesetze nicht so klar sind? Ist es in Ordnung, dass dort Menschen und Umwelt ausgebeutet werden zur Gewinnmaximierung von Konzernen, die ihren Sitz in der Schweiz haben? Die EFS engagieren sich für die Konzernverantwortungsinitiative, die den betroffenen Menschen zu mehr Recht verhelfen soll.

• Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist die Voraussetzung dafür, dass sich mehr Frauen für leitende Ämter zur Verfügung stellen.

• Wählt Frauen! Die Gleichstellung kann nur erreicht werden, wenn gleich viele Frauen wie Männer die Verantwortung in Kirche und Politik übernehmen.
Gesellschaftliche Veränderungen beginnen oft im Kleinen: aus einer persönlichen Betroffenheit oder aufgrund eines Berichts in den Medien.
Dorothea Forster tritt Mitte Mai als Präsidentin der Evangelischen Frauen Schweiz (EFS) zurück. Sie wirkte in diesem Amt während sechs Jahren.