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Unsere Sprache beeinflusst unser Gefühlsleben und die Haltung, wie wir auf unser Gegenüber zugehen. Bewusst positive Worte zu wählen macht zufriedener.

von Sara Huber

Hans und Edith sitzen am Feierabend gerne auf dem Balkon und plaudern über die Erlebnisse des Tages. Irgendwann sagt Hans dann: «So langsam habe ich Hunger.» Das Zeichen für Edith, sich auf den Weg in die Küche zu machen und das Abendessen zuzubereiten. Gegessen wird im Sommer meistens auf dem Balkon; gerne bleiben die beiden anschliessend noch sitzen und beobachten, wie die Sonne hinter den Bäumen untergeht. Bis Edith sagt: «Mir wird kühl.»

Die Aussagen von Hans und Edith, eigentlich bloss die schlichten Feststellungen, dass Hans Hunger hat und Edith friert, vermitteln den beiden dennoch subtil eine Botschaft: Hans möchte, dass Edith kocht. Und Edith gibt Hans zu verstehen, dass sie vom Balkon ins Wohnzimmer wechseln will.

Wir interpretieren jede Botschaft, die wir erhalten – häufig ganz unbewusst und nach Mustern, die wir gelernt haben, weil sie häufig wiederholt wurden. Um beim Gegenüber Missverständnisse und ungewollte Handlungen zu vermeiden, ist die Wahl der eigenen Worte daher umso wichtiger. Dies gilt ebenso im Gespräch mit sich selbst, mit den eigenen Gedanken. Unser Gehirn ist diesbezüglich leicht beeinflussbar – sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht. Wer sich selbst immer wieder sagt: «Das schaffe ich nicht», wird viel mehr Mühe haben, eine Aufgabe tatsächlich zu meistern. Es geht dabei aber nicht um das Schönreden, sondern vielmehr um das schöne Reden.

Sich aktiv Gedanken über seinen Wortschatz zu machen und bewusst positive Worte in Gesprächen mit Mitmenschen zu wählen kann zu einem sympathischeren Fremdbild führen. Vor allem aber sollte auch bei (gedanklichen) Selbstgesprächen auf einen möglichst positiven Wortschatz geachtet werden. Das hilft, sich selber besser zu fühlen und eine optimistischere Grundhaltung zu erlangen. Auch hier gilt es, sich regelmässig zu trainieren. Sich jeden Tag bewusst zwei positive Worte zu wählen, die man innerlich oder in der Kommunikation mit anderen verwendet, führt bald schon zu einer grundlegend positiveren Haltung.

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