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Ein Hosenbund, der beengt, ein Hemdknopf, der fast wegplatzt, Schuhe, die schmerzen. Warum fügen sich die Menschen mit ihrer Bekleidung so viel Leid zu? Sicher nicht, weil es Spass macht.

Heinz hat sich ein Paar Schuhe im Internet gekauft. Sehr gute Qualität zu einem attraktiven Preis. Die schmale Schuhform erwies sich jedoch in der Grösse 42,5 als etwas knapp. Doch Heinz wusste, Schuhe dehnen sich beim Tragen aus. Die Schuhe dehnten sich tatsächlich aus, aber die schmale Form wurde dadurch nicht länger. Heinz konnte mit diesen Schuhen einfach nicht locker abrollen. So wurde das Paar zu seinen Autoschuhen, was aber auch suboptimal blieb. Denn sein rechter Fuss wurde dabei schnell etwas gefühllos.

Bernadette hat eine Lieblingshose, die ihr ausgezeichnet steht. Der dunkelblaue Stoff ist eine kostbare Mischung aus Baumwolle und Seide. Doch der Hosenbund ist zu eng. In ihrer Wahrnehmung «nur um einen Zentimeter», für objektive Beobachter aber um wohl drei Zentimeter. Aber die Hose bleibt nicht im Schrank. Bernadette zieht den Bauch ein, zwängt den Reissverschluss zu und leidet. Denn nach kurzer Zeit hat sie das Gefühl, die Hose schnüre ihr die Kehle zu. Einer Freundin erklärte sie, dieses Gefühl zwinge sie, nur ganz wenig zu essen. Dank dieser Hose nehme sie ab.

Zwei Beispiele, die für zahlreiche stehen, wie unbequeme Bekleidung die körperliche Selbstfürsorge beschneidet. Gut durchblutete Füsse sind warm, was für die ganze Körpertemperatur entscheidend ist. Warme Füsse sind auch weniger exponiert für Verstauchungen. Und zu enge Schuhe können erst noch Knie- und Rückenschmerzen auslösen. Mit zu enger Kleidung verhält es sich ähnlich. Wer so enge Kleider trägt, dass am Abend richtige Abdrücke auf der Haut sichtbar sind, schnürt dadurch nicht nur eine optimale Durchblutung ab, sondern setzt sich auch einem Hautkrebsrisiko aus. Wer sich eingesteht, dass derzeit dieses und jenes Stück dem eigenen Körper nicht gut tut, sorgt sich um sich – in positiver Weise. Denn bequeme Bekleidung verhilft zu einem guten Körpergefühl. Deshalb boomen bei den Wäscheherstellern die so genannten Homedresses, eine Mischung aus Pyjama, Trainer und Freizeitbekleidung. Man kann sich tatsächlich mit bequemer Kleidung auch verwöhnen, und das ist richtig so.