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Seit Monaten beherrscht das Coronavirus die Schlagzeilen. Sich den steten, oftmals vermeintlichen News zu entziehen schützt vor einer negativen emotionalen Abwärtsspirale.

von Sara Huber

Auch wenn das Coronavirus primär den Körper betrifft – viel gravierender werden mit anhaltender Pandemie die emotionalen und psychischen Probleme, die die Pandemie hervorrufen kann. Daher gilt es, nicht nur die physischen Schutzmassnahmen wie Maskentragen und Hygienevorschriften zu beachten, sondern sein Augenmerk auch ganz gezielt auf die emotionale Ebene zu legen. Wer dies nicht tut, riskiert, schleichend in einen emotionalen Abwärtsstrudel zu geraten.

Der «emotionale Schutz vor Corona» beginnt bei einer bewussten Auswahl der Menge und Qualität der Informationen. Ständiges Warten auf die neusten Ansteckungszahlen, aktuelle Meldungen über Superspreader-Anlässe und «pausenloses» Neuladen von Newstickern und Social Media Feeds können Sorgen verstärken. Es empfiehlt sich, ganz bewusst Benachrichtigungsfunktionen auf dem Handy auszuschalten und sich selber ein Limit für das Sehen, Hören und Lesen von Nachrichten in Zusammenhang mit COVID-19 zu setzen. Die WHO empfiehlt, hauptsächlich die Informationen zu konsumieren, die den eigenen praktischen Bedarf betreffen, wie zum Beispiel Verhaltensregeln und Schutzmassnahmen. Vorfälle, Quarantänezahlen und unzählige Meinungen von wichtigen oder unwichtigen Experten sind für den Alltag nicht nötig und befeuern unbewusst nur die negative Gedankenspirale.

Es ist völlig normal, dass die derzeitige Situation grosse emotionale Reaktionen auslöst: Einige fühlen sich überfordert, gestresst, ängstlich, andere wiederum echauffieren sich über aus ihrer Sicht unnötige Massnahmen und Entscheide. In beiden Fällen wird vermeidbarer emotionaler Stress aufgebaut. Es gilt daher, gerade in einem Moment, in dem kein rasches Ende der Pandemie absehbar ist, sich auf das zu konzentrieren, was man selbst in der Hand hat und selber beeinflussen kann. Sich bewusst eher belanglosen Nachrichten, aber auch Diskussionen im eigenen Freundeskreis zu entziehen hilft, emotional stabil zu bleiben.

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