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Ja, es ist heiss. Doch bei allem Jammern – an anderen Orten der Welt, an denen Menschen leben, ist es noch viel heisser. In Australien wurden dieses Jahr bereits 49,1 Grad gemessen, in Indien 51,8 und in Kuwait gar 53,9. Was auch noch gegen hiesiges Jammern spricht: Wir haben genügend Wasser, um uns abzukühlen, und daran wird sich auch in Zukunft mit der Klimakatastrophe nichts ändern. An anderen Orten der Welt wird sich die Wasser-Situation, die jetzt schon für weit mehr als zwei Milliarden Menschen dramatisch ist, mit dem Klimawandel noch deutlich verschärfen. Trockene Gebiete werden noch trockener, was grosse Migrationsströme auslösen wird. Die Klimaerwärmung trifft die Ärmsten zuerst und am heftigsten.

von Christine Schnapp

In Europa und Nordamerika haben 57 Millionen Menschen keine Wasserleitungen in ihren Häusern.

2,2 Milliarden Menschen weltweit haben keinen dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser, d. h., sie müssen mehr als 30 Minuten Weg zurücklegen, um an sauberes Wasser zu gelangen.

Die Hälfte der Weltbevölkerung, 4,2 Milliarden Menschen, kann keine sicheren Sanitäranlagen nutzen.

80 Prozent aller Abwässer weltweit werden ungeklärt in der Umwelt entsorgt.

Bis 2050 könnte der Wasserverbrauch laut der Uno um 20 bis 30 Prozent steigen.

Der Klimawandel verschärft den Wasserstress in den bereits am stärksten betroffenen Gebieten. Trockengebiete würden laut Uno tendenziell trockener und niederschlagsreiche Regionen feuchter.

Drei Milliarden Menschen haben keine Möglichkeit, sich zu Hause die Hände mit Seife zu waschen.

297 000 Kinder unter fünf Jahren sterben jährlich an den Folgen mangelnder Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung. Das sind täglich mehr als 800 Kinder.