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Fiona Schweiss ist nicht nur Rezensentin eines Buches zum Thema Klimawandel, sondern engagiert sich ausserdem bei der Klimajugend, die im Moment die Politik weltweit herausfordert. Hier erklärt sie, warum der Klimawandel für sie ein wichtiges Thema ist.

von Fiona Schweiss

Der Klimawandel beschäftigt mich bereits mein ganzes Leben. Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der mir beigebracht wurde, auf die Umwelt zu achten und sie zu schätzen. Für mich ist es somit selbstverständlich, mich in meinem Alltag, aber auch darüber hinaus, für den Klimaschutz einzusetzen. Das fängt bei meiner wiederverwendbaren Trinkflasche an, geht bei meiner Bambuszahnbürste weiter und hört bei meinem Engagement für die Klimastreiks noch nicht auf. Wir stehen vor der grössten Herausforderung, die der Mensch je bewältigen musste, und wir alle wissen, dass es so nicht weitergehen kann, und trotzdem ignorieren wir das Problem des Klimawandels gekonnt. Es ist auch einfach, denn die Folgen unseres Verhaltens können wir nicht direkt sehen. Wenn wir einen Einwegplastiksack im Supermarkt mitnehmen, um unsere Einkäufe nach Hause zu transportieren, und ihn dann in den Müll schmeissen, ist er danach für uns weg. Doch der Plastiksack wird noch mehrere 100 Jahre auf diesem Planeten sein. Es ist durchaus möglich, dass er ins Meer gelangt. Dort wird er zu Mikroplastik verkleinert und von Fischen gegessen. Diese wiederum landen auf unseren Tellern, und dann ist das Plastik in uns. Auch wenn wir mit dem Flugzeug in die Ferien gehen, können wir nicht direkt den Zusammenhang zwischen dem dafür verbrannten Kerosin und dem globalen Klimawandel sehen. Zuerst wird der Klimawandel die Leute in ärmeren Gebieten treffen, die am wenigsten Schuld daran tragen. Doch wenn die Folgen des Klimawandels in der Zukunft so schlimm sein werden, dass es sich kaum mehr auf der Erde leben lässt, und der Mensch bereit wäre, sein Verhalten zu ändern, wird es zu spät sein. Denn wenn wir einmal eine gewisse Grenze an Erwärmung des Planeten überschritten haben, wird sich das globale Klima durch Rückkoppelungseffekte weiter verändern. Und auch wenn wir alle Emissionen von Treibhausgasen stoppen würden, würde es nichts mehr bringen.

System Change, not Climate Change

Doch heute leben wir in einem System, in dem das Konventionelle das Klimaschädliche ist, und so lässt sich der Klimawandel nicht bekämpfen. In der Wirtschaft, wie auch in der Politik, muss sich noch vieles ändern, wenn wir nicht die erste Art sein wollen, die sich selbst ausrottet und dabei auch noch bewusst zusieht. Und die meisten Lebewesen auf diesem Planeten werden wir mit uns ins Verderben reissen, obwohl sie unschuldig sind. Doch auch jeder Einzelne muss etwas unternehmen, denn mit jeder unserer Taten geben wir einen Stimmzettel ab, und wenn viele kleine Menschen viele kleine Dinge tun, wird sich etwas verändern. Niemand ist perfekt, aber es ist wichtig, sein Bestes zu geben und sich stets weiter zu informieren und zu entwickeln. Klimafreundlich zu leben ist ein Prozess, der immer weitergeht. Für mich ist es kein Verzicht, dass ich zum Beispiel kein Fleisch esse, sondern ein Privileg und eine Bereicherung – dass ich mich bewusst entscheiden kann, was ich unterstützen möchte. Es wird Zeit, dass wir nicht nur über den Klimawandel sprechen, sondern auch etwas dagegen tun. Und jetzt ist der beste Zeitpunkt, damit anzufangen und allen nachfolgenden Generationen somit ein Leben auf diesem wunderschönen Planeten zu ermöglichen.