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Sie kennen die Situation: Sie haben zugesagt, zu dem Anlass zu kommen. Aber je näher das Datum rückt, desto schwankender werden Sie. Die Gründe für eine Absage werden zahlreicher: die leichte Erkältung, die schlimmer werden könnte, die Arbeitslast morgen und übermorgen. Der gleiche Anlass vor einem Jahr war langweilig. Mit Kurt versteht man sich auch nicht mehr wie früher. Wer Gründe sucht, einem Anlass fernzubleiben, findet sie immer. Diese Tendenz zum Absagen hat nichts mitsozialer Phobie zu tun oder mit einem Burn-out, der zu einem Interessenschwund an Mitmenschen und zu einem Rückzug führen kann.

Es ist viel harmloser. Es fehlt an einer inneren wohlwollenden Stimme, die zu sozialen Kontakten motiviert. Die Erinnerung, dass es an diesem oder jenem Anlass lustig, interessant oder spannend war, rückt nämlich schnell in den Hintergrund. Die befürchteten Anstrengung überwiegen plötzlich: rumstehen wie nicht abgeholt, sich unaufgefordert an einem Stehgespräch beteiligen zu müssen, keinen Austausch mit interessanten Unbekannten zu finden. All das wird als Schwierigkeit und Last gesehen. Das geht den meisten Menschen so, auch wenn es sich nur wenige eingestehen. Denn es gilt, die Komfortzone zu verlassen, sich Neuem zu stellen.

Hier schwankt der Mensch zwischen zwei Polen. Soziale Kontakte in neuem Umfeld ziehen ihn an, aber ebenso die Bequemlichkeit, im gewohnten Rahmen zu verbleiben. Die eigene Komfortzone kann zweifellos eine Wohlfühloase sein, die Insel für Rekreation. Aber auf Zeit ist sie zu ereignislos, weil es auch neue soziale Kontakte braucht, um Lebenskraft aufzubauen. Lebenskraft findet man leicht in einem Austausch mit andern, und das ergibt sich besonders an einem Anlass, dem man eigentlich fernbleiben möchte, weil eine innere Stimme zur Bequemlichkeit in der Komfortzone rät. Wird man sich bewusst, dass hier ein Widerspruch wirkt, ist die Problematik bereits entschärft.

Der folgende Glaubenssatz kann erstaunlich viel bewirken: «Mir tun soziale Kontakte gut.» Sagen Sie sich diesen Satz innerlich oder laut mehrmals, wenn Sie schwanken, und Sie werden feststellen, wie der Magnet der Komfortzone an Kraft einbüsst. Ja, es braucht Überwindung, um zu einer Veranstaltung zu gehen. Manchmal wenig, manchmal viel. Das gehört zur menschlichen Existenz. Aber meist löst die Teilnahme durch Begegnungen und Anteilnahme eine Zufriedenheit aus. Und sozialer Kontakt führt immer auf eine Weise zu Wachstum. Sei es infolge einer neuen Sichtweise, durch einen Hinweis auf bisher Unbekanntes oder einfach aufgrund von Herzenswärme. Deshalb: Überzeugen Sie sich selbst, dass Ihnen soziale Kontakte guttun. Das bedeutet ein Ja zum Leben.