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Sich einzugestehen, «Ich fühle mich krank, ich brauche eine Pause», fällt vielen aus unterschiedlichsten Gründen schwer. Sie machen einfach weiter und wollen nichts von einer Schadensbegrenzung wissen. Oft kommt es dann aber schlimmer.

Gabys Sohn hatte während Tagen hohes Fieber. Der Kinderarzt diagnostizierte eine virale Infektion. Als das Fieber am elften Krankheitstag wieder auf 39,5 Grad anstieg, brachten Gaby und ihr Mann den Sohn in den Notfall. Wenige Stunden später stand fest: Der Sohn hat eine Lungenentzündung. Aus der Untersuchung im Notfall wurde ein fünftägiger Spitalaufenthalt. Natürlich besuchte Gaby ihren Sohn jeden Tag im Spital und verbrachte Stunden mit ihm. Sie spielten Karten und schauten Filme, unterbrochen von heftigen Hustenanfällen des Sohnes. Seine Lungen waren ganz verschleimt. Auch Gaby musste ab und zu husten, was sich während der Spitaltage ihres Sohnes intensivierte.

Als ihr Sohn schliesslich nach Hause zurückkehrte und sich weiter schonen musste, war es nun Mama, die mit Hustenanfällen aufschreckte. Den Rat ihres Mannes, sich vom Lungenspezialisten im Spital untersuchen zu lassen, schlug sie aus. «Ich habe ja kein Fieber. Der Arzt hat gesagt, dass die Lungenentzündung nicht ansteckend sei», lautete ihre Begründung. Zudem habe sie jetzt keine Zeit, krank zu werden, sie müsse nach ihrem Sohn schauen, dass er wieder zu Kräften komme. Denn er hatte durch die Lungenentzündung fünf Kilogramm Körpergewicht verloren. Aber eine Krankheit ist in der Regel kein Willensentscheid. Viren und Bakterien verbreiten sich in erster Linie im gemeinsamen Haushalt. Wenn man Glück hat und körperlich fit ist, baut das Immunsystem einen genügenden Schutz auf. Die Gefahr, früher oder später aber in Mitleidenschaft gezogen zu werden, ist gross. Das war bei Gaby der Fall. Die Fiebertage ihres Sohnes und die Ungewissheit, was genau dahintersteckt, haben auch sie geschwächt. Weil sie in diesem kritischen Zustand nicht für sich da war, keine Zeit hatte, «krank zu werden», wie sie sagte, wurde sie noch schwächer. Schliesslich hatten die Viren, wohl die gleichen, die zuvor ihrem Sohn zu schaffen gemacht hatten, ein leichtes Spiel. Sie bekam Fieber und war das Elend. Der starke Husten liess sie nachts nicht mehr schlafen. Am zehnten Tag nach dem Ratschlag ihres Mannes, suchte sie den Lungenspezialisten ihres Sohnes im Spital auf. Er verschrieb ihr ein Antibiotikum, präventiv. Ihr Körper war von den Viren so arg geschwächt, dass ein bakterieller Befall schlimme Folgen gehabt hätte.