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Die Konzentrationsfähigkeit hat stark abgenommen – nicht bei der älteren Bevölkerung, sondern bei den jungen Berufstätigen. Bereits nach acht Sekunden ist die Aufmerksamkeit weg. Was das für das körperliche Wohlbefinden bedeutet.

von Anton Ladner

 

Nach neuen Untersuchungen ist die Aufmerksamkeit bei jüngeren Menschen bereits nach acht Sekunden weg. Die Erklärung dafür liegt nahe: das Smartphone, das soziale Medien allgegenwärtig macht. Microsoft wollte es genau wissen und gab eine Studie in Auftrag. Durch gezielte Befragungen und Überwachung der Hirnaktivität der Befragten hat sich gezeigt, dass der aktive Mensch heute die Fähigkeit hat, mehrere Themen gleichzeitig zu bearbeiten. Es handelt sich dabei um das sogenannte Multitasking. Doch seine Fähigkeit, sich auf einen Text oder eine Rede zu konzentrieren, ist dramatisch gesunken.

 

Denn in den sozialen Medien sind die Texte auf ein Minimum reduziert, Gleiches gilt für SMS und zunehmend auch für Mails. Dafür wird vermehrt mit Fotos und Symbolen kommuniziert. Da genügen acht Sekunden Aufmerksamkeit längst. Heute lebt man im Zeitalter der Massenablenkung, die Präsenz des eigenen Smartphones verführt permanent, sich in andere Welten zu begeben. Laut Bruce Morton, Forscher am Brain & Mind Institute der Universität von Western Ontario, befindet sich das Gehirn aber nicht in einer Regressionsphase.

 

Es versucht sich, an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Der neue Kontext setzt sich heute aus Informationen zusammen, die aus einer immer breiteren Palette von Quellen stammen, deshalb muss das Gehirn beschleunigt arbeiten. Diese Welt der Hyperconnection bedeutet somit für das Gehirn mehr Aufwand für immer weniger von immer mehr. Das hat eine Auswirkung auf den Körper. Er kommt schwerer zur Ruhe. Bei der Lektüre eines Artikels oder eines Buches stellt sich eine Qualität von Entspannung ein, die bei der Hyperconnection nicht möglich ist. Denn sie macht hyper, erhöht die innere Spannung und kann sogar zur Sucht führen.

 

Es gibt immer mehr Menschen, die an der Haltestelle oder in der Schlange an der Kasse alle 30 Sekunden ihr Handy überprüfen. Wer seinen Körper gut schauen will, gönnt sich generell eindimensionale Aktivitäten: am Tisch nur essen und unterhalten, nicht noch Handy oder Zeitung. Auf dem Hometrainer nur Training ohne Illustrierte oder Buch. Beim Bügeln nur Eisen und Stoff statt noch Fernsehen. Das klingt vielleicht langweilig, aber unter dem Strich bleibt mehr – eine körperliche Selbstfürsorge.

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