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Es ist sonderbar: Das Angebot an Badeölen, Badesalzen und sonstigen Badezusätzen wird in Supermärkten immer reicher. Dennoch hat der Trosttipp «Nimm ein entspannendes Bad» kaum Eingang in die Alltagssprache gefunden. «Trink darauf ein Bier», «Gönn dir am Abend ein Glas Rotwein» oder «Schau einen guten Film», sind bei Ärger, Enttäuschung oder Niedergeschlagenheit verbreitete Ratschläge. Aber «Nimm ein warmes Bad» bekommt man wenig zu hören. Womöglich ist dies auch ein wenig dem geschuldet, dass viele heutzutage gar keine Badewanne mehr haben.

Ein warmes Bad hat auf den Körper eine nachweislich positive Wirkung. Laut einer Studie der US-amerikanischen University of Oregon hat ein 38 Grad-Bad ähnliche Vorteile wie Ausdauersport. Beide Aktivitäten führen zu einem Anstieg der Körpertemperatur, was die Durchblutung der Haut anregt, um sie zu kühlen. Die Durchblutungsmuster von Menschen, die in heissem Wasser sind, seien ähnlich wie die von Ausdauersportlern, stellte die Studie fest. Deshalb sei der Nutzen für die Blutgefässe wohl ähnlich. Ausserdem führe Hitze zu einem Anstieg der Hitzeschockproteine, die Entzündungen im Körper reduzieren.

Eine Studie mit zehn stark übergewichtigen Frauen, die während zwei Monaten für eine Stunde drei bis vier heisse Bäder nahmen, dokumentiert ebenfalls erstaunliche Resultate. Die Frauen litten an Hormonproblemen. Nach den zwei Monaten waren Blutzucker, Blutdruck und Herzfrequenz gesunken. Entzündungen im Fettgewebe waren zurückgegangen. Einige der zehn Patientinnen fanden zudem zu einem normalen Menstruationszyklus zurück, was auf einen verbesserten Hormonhaushalt hinweist.

Wer sich etwas Gutes tun will, nimmt also ein warmes Bad. Was sich dabei in den Gefässen und den Organen abspielt, hat auch einen Effekt auf die Muskulatur, der sich nach einem Bad von nur 20 Minuten Dauer bereits wohltuend einstellt. Die Muskeln sind entspannt, gut durchblutet. Dadurch kommt nach viel Anspannung eine neue Harmonie auf, die sogar versöhnlich wirkt. Was in den Gedanken rabenschwarz erschien, zeigt sich nach einem warmen Bad in erträglicheren Grautönen. Und wenn sich der Körper abgekühlt hat, wird eine Gelassenheit spürbar, die neue, gute Gedanken aufsteigen lässt und einen wunderbaren Schlaf ankündigt. Ein warmes Bad ist nämlich eines der wenigen Hausmittel, deren Wirksamkeit bei Einschlafstörungen durch klinische Studien belegt ist. Bei einem warmen Bad werden die peripheren Blutgefässe erweitert, was danach die Körperkerntemperatur sinken lässt. Dieses Absinken der Körpertemperatur, das physiologisch am Abend auftritt, wird als starker Einschlafreiz empfunden – und durch ein warmes Bad verstärkt.