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Normalität
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Achtsamkeitsimpuls

Die Zwangsschliessungen haben neben vielen neuen Ängsten auch dazu geführt, dass die Sorge, etwas zu verpassen, abgenommen hat. Ohne Veranstaltungen und mit den Einreiseverboten im Ausland ging es ja allen gleich. Das ändert sich jetzt und löst da und dort eine Zurück-zur Normalität-Angst aus. Wie damit umgehen? 

von Anton Ladner

 

 

Susanne K. wagte sich nach Monaten wieder zu IKEA. Ihrer Schwester erzählte sie später, dass sie sich überfordert gefühlt habe. Sie wisse gar nicht mehr, wie sie sich unter so vielen Leuten benehmen solle. Ihr Nachbar war auf ein Bier an der Sonne in der Stadt und berichtete ihr, dass ihn das gestresst habe. Er sei es nicht mehr gewohnt. Das sind neue Befindlichkeiten. Vor den Pandemiebedingten Schliessungen dominierte das Gefühl, dass man mit vielem verbunden sein müsse, was um einen herum passiere. Sonst, so die Sorge, falle man in seinem Leben zurück.

Es war die Angst, etwas zu verpassen, ohne eine klare Vorstellung davon zu haben, was konkret: Vergnügen, Freude, Anerkennung? Meist blieb diese Frage ungestellt oder nur diffus beantwortet. Auslöser dafür ist der angeborene Drang zum Wettbewerb.

Entspannung
Das Bedürfnis, immer den Erwartungen gerecht zu werden, Leistung zu bringen, auf dem neuesten Stand zu sein. Während der Zwangsschliessungen
 war es völlig in Ordnung, aus diesem Wettbewerb des Mithaltens auszusteigen. Das löste da und dort Entspannung aus, auch Freude am kleinen entspannten Leben in den eigenen vier Wänden.

Es ging ja schliesslich allen gleich. Aber gleichzeitig sagten viele, dass sie es nicht abwarten könnten, bis die Dinge wieder in Gang kommen würdenJetzt ist es so weit, was für Stress und etwas Desorientierung sorgt. 

Spirituelle Selbstfürsorge
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Im Zentrum steht die Frage, was man alles nachholen «muss»Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sein Leben zu sehen, wie es vor der Pandemie war und wie es jetzt mit der langsamen Rückkehr zu diesem Leben von damals weitergehen soll. Es «muss» auf keinen Fall einfach so weitergehen wie vorher. 

Die Pandemie hat die ganze Welt verändert, also ist es auch wahrscheinlich, dass man sich selbst und die Menschen der eigenen Umgebung sich verändert haben. Das sind neue Prägungen, die zu veränderten Wahrnehmungen, Prioritäten und Plänen führen. Diese Zeit hat deshalb die besondere Qualität für Neuorientierungen, es gilt sie zu nutzen – der Selbstfürsorge zulieb. 

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