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Das Wetter am Morgen beeinflusst die Stimmung des Tages. Vor allem, wenn es gut ist, macht es energiegeladener. Das Ergebnis einer deutschen Studie sagt aber indirekt noch mehr aus: Das eigene Wohlsein hängt auch von Grösserem als dem Ich ab. Warum das tröstlich ist. 

von Anton Ladner

 

Ein schöner Sonnenschein am Morgen beeinflusst den Tag zum Positiven, gibt Energie und löst Zufriedenheit aus. Wolken und Regen zum Tagesstart tragen dagegen dazu bei, dass ein Gefühl der Müdigkeit oder Unzufriedenheit dominiert. Was für viele ein einfaches Klischee zu sein scheint, dass das Wetter die Stimmung beeinflusst, bestätigt eine in der Zeitschrift Applied Psychology veröffentlichte Studie.

 

Wissenschaftler der Leuphana Universität Lüneburg weisen darauf hin, dass vor allem zwischen gutem Wetter und entsprechend besserer Laune ein klarer Zusammenhang bestehe. Die gesammelten Daten zeigten, dass je besser das Wetter am Morgen war, desto angeregter und zufriedener die Studienteilnehmer sich fühlten. Umgekehrt fühlten sie sich bei schlechtem Wetter eher müde und unzufrieden. Dieses nicht besonders überraschende Studienergebnis führt aber vor Augen, dass die eigene Befindlichkeit auch von Faktoren abhängt, die nicht steuerbar sind.

 

Das soll kein Gefühl des Ausgeliefertseins, der Ohnmacht provozieren, sondern entlastend wirken. Denn akzeptieren, dass man nicht alles kontrollieren kann, was die eigenen Gefühle betrifft, löst manchen Knopf. Gewiss, es ist nicht immer einfach, hinzunehmen, wie es ist. Beim Wetter gelingt das aber erstaunlich gut, weil man es nicht ändern kann. Es bleibt ja gar nichts anderes übrig, als sich dem Wetter unterzuordnen, wie es nun mal ist.

 

In Beziehungen akzeptiert man dieses Naturgesetz aber nicht. Man will die Partnerin, den Partner ändern, was in der Regel zu aufreibenden Konflikten führt. Oder man will ein Ergebnis biegen, weil man einfach nicht akzeptieren mag, wie es sich präsentiert. Die fatalen Folgen eines solchen Versuchs sind derzeit in Washington zu verfolgen. Wenn man einfach hinnimmt, dass die Regie in dieser oder jener Angelegenheit oben geführt wurde – wie beim Wetter –, kann man sich mit dem Ergebnis viel leichter abfinden. Gleich wie beim Wetter. 

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