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Zurück zur Normalzeit!

Ende März findet in Europa wieder eine Zeitumstellung statt: Die Uhren werden um eine Stunde vorgestellt. Die Umstellung wird definitiv abgeschafft, aber welche «Zeit» wünschen sich die Europäer? «Sommerzeit» oder «Normalzeit»? Man ist sich noch uneinig.

Befragungen in den einzelnen Ländern zeigen, dass die Tendenz leider in Richtung «Sommerzeit» geht. Obwohl Ärzte, Wissenschaftler und Schlafforscher seit Jahren die Normalzeit (Winterzeit) empfehlen, auf welche sich unser Organismus seit Urzeiten eingestellt hat. In letzter Zeit mehren sich aber die Stimmen einflussreicher Politiker, die vor der Einführung der Sommerzeit warnen. Die Argumente der Fachleute wären zu berücksichtigen und die gesundheitlichen Folgen zu bedenken. Ihnen wird immer mehr klar: Normalzeit ist für uns Menschen die natürliche Zeit, denn sie richtet sich nach dem Stand der Sonne. Aber warum geht in der EU die Tendenz immer noch Richtung «Sommerzeit»? Falsche Assoziationen und ein Irrtum stecken dahinter!

Entscheidend ist nämlich, wie eine Zeitbefragung durchgeführt wird! Das deutsche PRESSEPORTAL berichtet über eine repräsentative Umfrage, wonach schon die Fragestellung problematisch ist: Der Begriff «Sommerzeit» wird dabei positiv bewertet und «Winterzeit» (Normalzeit) ist eher negativ belegt. Bei dieser Umfrage-Formulierung des Institutes sind 55 Prozent für die Sommerzeit und 37 Prozent wünschen sich eine dauerhafte Winterzeit. Doch sobald die Begriffe «Sommer» und «Winter» ersetzt werden durch «Normalzeit» oder «Normalzeit mit Vorstellung um eine Stunde», ergibt sich ein ganz anderes Bild: 62 Prozent wünschen sich dann dauerhaft «Normalzeit», also Winterzeit, und nur noch 16 Prozent «Normalzeit mit Vorstellung um eine Stunde», also Sommerzeit!

Fazit: Sobald wir von «Normalzeit» statt von «Winterzeit» sprechen, ist das Ergebnis ganz anders. Die Begriffe lösen nämlich bei uns entsprechende Assoziationen aus: Sommer wird positiv bewertet, also gleich Sonne, Pool, Wärme, Ferien, Freizeit und Vergnügen. Der Winter ruft negative Assoziationen hervor. Er steht für Kälte, Dunkelheit, Nebel, Schnee und Eis. Bei einer seriösen Zeitbefragung müssten deshalb die Begriffe «Normalzeit» und «Normalzeit mit Vorstellung um eine Stunde» verwendet werden.

Beim Thema «Sommerzeit» gilt es noch einem Irrtum vorzubeugen: Falls diese tatsächlich in Europa eingeführt wird, werden sich die Leute bei uns wundern. «Sommerzeit» ruft positive Assoziationen hervor, doch «Sommerzeit» im Winter hatten wir noch nie – es fehlt uns die Erfahrung! Das bedeutet nämlich: Im Winter ist es am Morgen – trotz «Sommerzeit» – eine Stunde länger dunkel, aber trotzdem müssen die Menschen bei Dunkelheit, Nebel und Glatteis zur Arbeit! Die Unfallgefahr steigt und der Hang zu Depressionen nimmt zu. Kinder und Schüler müssen am Morgen noch bei Dunkelheit zum Unterricht. Der deutsche Lehrerverband befürchtet darum bei «Sommerzeit im Winter» gesundheitliche Gefahren sowie Schlaf- und Lernprobleme für Schüler und Kinder. Deshalb JA zur ganzjährigen Normalzeit!

 

Yvette Estermann ist Ärztin, führt heute ein Beratungsunternehmen und ist als Luzerner SVP-Nationalrätin langjährige Kämpferin gegen die halbjährliche Zeitumstellung.

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