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Eingebunden in Karriere und Familie bleibt oft die Selbstfürsorge auf der Strecke. Die Prioritäten werden anders gesetzt und es fehlt an der Erlaubnis, Zeit für sich selbst zu nutzen. Man vertagt das auf die Ferien.

Es ist tatsächlich erstaunlich: Selbstfürsorge hat für viele den Beigeschmack von einem egoistischen Programm, von einer Selbstoptimierung zulasten des Umfelds. Der Umkehrschluss daraus lautet: Wer auf Selbstfürsorge verzichtet, sich zurückstellt, sehr verfügbar ist, nie Nein sagt, ist ein besserer Mensch. Das ist das Resultat von moralischen Konventionen, die auch heute noch tief sitzen, aber deshalb nicht wahr werden.

Über ein Drittel der Arbeitsausfälle gehen heute auf das Konto psychischer Belastungen. Burn-out, ausgebrannt, hat sich inzwischen als Begriff dafür etabliert. Für diese Zunahme gibt es mehrere Gründe in der Arbeitswelt. Digitalisierung und Globalisierung haben zu schnelleren Abläufen und höheren Anforderungen geführt, die wiederum laufende Strukturanpassungen zur Folge haben. Das führt zu Verunsicherung, Zukunftsängsten, aber auch zu Resignation. Anhaltender Stress führt zudem zu einer depressiven Grundstimmung, eine Erkrankung, die in der Statistik der Weltgesundheitsbehörde WHO bereits an vierter Stelle steht und laut Experten weiter zunehmen wird. Das wird auch zu einem erheblichen Kostenfaktor für die Wirtschaft. Denn Abwesenheiten aufgrund psychischer Erkrankungen dauern in der Schweiz doppelt so lang wie bei anderen Krankheiten. Die arbeitsbedingten Stressfolgen sind also erheblich. Deshalb hat Selbstfürsorge am Arbeitsplatz sehr viel mit sozialer Verantwortung zu tun. Man sorgt vor, um ein guter Teamplayer zu bleiben. Deshalb bietet zum Beispiel Apple seinen Mitarbeitern Kurse in Achtsamkeit an, um diese Selbstfürsorge zu fördern. Hier nun einige Ideen, wie diese Selbstfürsorge am Arbeitsplatz gelingen kann: Sie brechen pünktlich zur Arbeit auf, gehen aber für eine halbe Stunde an einem schönen Ort einen Kaffee trinken und überlegen sich in Ruhe, was alles ansteht und was davon wirklich zählt. Oder Sie gehen am Abend nicht sofort nach Hause, sondern auf ein Bier und lassen den Tag im Kopf passieren, um zu schauen, was sie immer noch beschäftigt Sie machen eine Stunde Mittagspause, nicht zum Essen, sondern um durch einen Buchladen zu streifen. Sie beginnen mit Intervallfasten, ab 7 Uhr nichts mehr bis um 19 Uhr. So wird das Abendessen zum schönen Ereignis – garantiert. Sie gehen nach der Arbeit für zwei Stunden in die Sauna, um den ganzen Stress im Körper loszuwerden, ein Effekt, der wissenschaftlich nachgewiesen ist.